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Bürgerinitiative gegen die Rennstrecke und
das Fahrsicherheitstrainingszentrum in Äpfingen
Gem. Maselheim
BI Riedhalde Äpfingen

Gemeindeblatt Maselheim

Bürgermeister Elmar Braun veröffentlicht folgenden Aufruf im Gemeindeblatt am 02.10.03
zum Thema "Motopark Schwaben", Äpfingen >>>
Infoblatt-BI
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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in der Öffentlichkeit wird von den Gegnern der Anlage der Eindruck weckt, dass es sich dabei um eine gigantische Rennstrecke mit unzumutbaren Lärmbelästigungen an 360 Tagen im Jahr handelt. Auf diesem Weg möchte ich Sie über die tatsächlich geplante Anlage informieren.

Beim Motopark Schwaben handelt es sich um eine Fahrsicherheits- und Motorsportanlage. Auf zwei Dritteln der Fläche sollen Fahrsicherheitstrainings für Motorräder, PKW und LKW sowie Busse durchgeführt werden. Diese Trainings mit straßenzugelassenen Fahrzeugen und in kleinen Gruppen sind ein wirtschaftlicher Stützpfeiler für das ganze Projekt. Der Lärm von diesem Teil ist sicher weit geringer als der Straßenverkehr, insbesondere der B 30.

Auf ca. einem Drittel der Fläche soll ein Hotel mit 80 Betten, ein Fahrzeugtechnik-Museum und eine große Halle entstehen. In der großen Halle kann gegen Entgelt Go-Kart gefahren werden. Auf der Außenfläche soll ein für Go-Kart-Rennen geeigneter Rundkurs entstehen. Auf diesem sollen an maximal 10 Wochenenden im Jahr Rennen durchgeführt werden. Nicht möglich und nicht zugelassen werden große Motorrad- oder Autorennen. Tatsächlich durchgeführt werden in erster Linie Go-Kart-Rennen, evtl. Supermoto (Geländemotorräder mit Straßenreifen) und evtl. Pocket-Bikes (Minimotorräder) sowie Oldtimer- Rennen.

Aus einem Gutachten des TÜV Süddeutschland geht hervor, dass selbst an Renntagen die Lärm- grenzwerte in Äpfingen wie in Barabein eingehalten werden. Es werden dabei dieselben Maßstäbe angelegt, wie sie auch für ein Gewerbegebiet gelten. Leider wird in der Vielzahl von Leserbriefen in letzter Zeit der Eindruck erweckt, das The- ma Schallschutz werde nicht ernst genug genommen. Dass dies nicht der Fall ist zeigt auch die vom Gemeinderat beschlossene Prüfung des TÜV-Gutachtens durch einen eigens beauftragten Gutachter. Dies hat uns bereits geholfen, die Lärmproblematik besser einschätzen zu können. Aber damit werde ich mich nicht begnügen: Auch unterhalb der gesetzlichen Richtwerte gelegene Geräusche können und müssen minimiert werden. Die Anlage soll an 360 Tagen im Jahr genutzt werden. was aber nicht heißt, dass in dieser Zeit an jedem Tag sehr laute Rennfahrzeuge unterwegs sind. Der Normalbetrieb auf der Go-Kart- Bahn wird mit sogenannten Leih-Karts durchge- führt, die bzgl. Lärmentwicklung einem modernen Rasenmäher entsprechen.

Die Anlage soll unter anderem durch eine Photovoltaik-Anlage, die Verwendung von speziellem Treibstoff, die Schaffung und Erhaltung von Ersatz-Biotopen innerhalb und außerhalb des Geländes und vieles mehr auch unter Umweltgesichtspunkten vorbildlich gebaut werden.

Dies alles erklärt sicherlich, warum der Gemeinderat in seiner Mehrheit ebenso wie der Or1schaftsrat dem Projekt zugestimmt hat. Aus Gesprächen weiß ich, dass viele von Ihnen dieses Projekt mit tragen und unterstützen. Bleiben Sie dabei und lassen Sie sich nicht verunsichern. Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen, bitte melden Sie sich bei mir. Ich stehe gerne zur Verfügung.

Ihr Elmar Braun Bürgermeister

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