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Bürgerinitiative gegen die Rennstrecke und
das Fahrsicherheitstrainingszentrum in Äpfingen
Gem. Maselheim
BI Riedhalde Äpfingen

Gemeindeblatt Maselheim

Bürgerversammlung 20.10.03 - MZH
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Vor rund 370 interessierten Zuhörern erläuterten der Projektplaner und die Gutachter alle Aspekte des geplanten Motopark Schwabens. Anschließend wurden die bekannten Kritikpunkte diskutiert. Zusammengefasst handelt es sich um eine kombinierte Anlage, bei der die Anlagenteile sich gegenseitig nutzen. Die Synergieeffekte sind für die Motopark Schwaben GbR im Sinne der Wirt- schaftlichkeit entscheidend. Das überarbeitete schalltechnische Gutachten ergibt It. H. Dipl.-lng. Meyer (TÜV) nach wie vor, dass der gesetzliche Rahmen gut eingehalten wird. Die Fragen über zugrunde gelegte Windrichtungen konnten geklärt werden: im bisherigen, vom TÜV vorgelegten Gutachten wurde eine gleichmäßige Windvertei- lung in alle Richtungen, in der nachgearbeiteten Fassung wurde die spezielle statistische Wind- verteilung von Biberach angenommen. Der Unterschied hieraus kann maximal 1 dB betragen.

Nicht eindeutig geklärt werden konnte der Inhalt eines kurzfristig während der Versammlung vor- gelegten Schreibens eines von der Bürgerinitiative zusätzlich befragten Büros. Im Ergebnis wurden die vorhandenen schalltechnischen Berechnun- gen offensichtlich bestätigt.

Regionalgeschäftsführer des BUND Donau-lller, Herrn Stolz, warf dem Büro AGLN, Blaubeuren, bzgl. Umweltbericht Käuflichkeit vor. Er relativierte damit den Vorwurf, pauschal Gefälligkeitsgutachten anzufertigen.

Das mit dem Umweltbericht beauftragte Fachbüro arbeitet derzeit u.a. auch für das Bundesamt für Umwelt, und ist in Fachkreisen für eine Vielzahl von Publikationen im Zusammenhang mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen bekannt. Nach dem Umweltbericht handelt es sich in der Kiesgrube Dünkel um kiesgrubentypische Tier- und Pflanzenarten. Diese verschwinden in stillgelegten Kiesgruben mit der natürlichen Sukzession.

Ziel des Umweltberichts ist es nach dem Baugesetzbuch, eine Vorabuntersuchung der möglichen Umweltauswirkungen darzustellen. Die Aussprache ergab zu den bekannten Positionen auch u.a., dass die Wirkung des Fahrsicherheitstrainings und der Bedarf an der Anlage bezweifelt wurde und dass das Projekt insgesamt das falsche Signal unter Klimagesichtspunkten sei. Die Bürgerinitiative bot ihre Zusammenarbeit für die Entwicklung eines Konzepts für die Gemeindeentwicklung an. Das Bebauungsplanverfahren sollte später diskutiert werden. Ausführlich besprochen wurde außerdem erneut das Thema Lärm. Einige Bürger befürchteten hier eine große Belastung.

Bürgermeister Braun erläuterte die aus seiner Sicht noch zu lösenden Probleme bzw. Fragen. Etwa sind einzelne Nutzungen am Wochenende fraglich. Ungelöst ist außerdem die Abwasserproblematik. Intensiv geprüft wird die Wirtschaftlichkeit der Anlage, so dass das Risiko einer späteren Insolvenz verringert werden kann.

Die weiteren Verfahrensschritte sind die der- zeitige öffentliche Auslegung und die Anhö- rung der Behörden usw. Vor dem Satzungsbeschluss (voraussichtlich erst im neuen Jahr) ist noch die Umweltverträglichkeitsuntersuchung vorzulegen, die offenen Fragen sind zu klären. Auflagen wie Betriebszeiten sollen evtl. vertraglich festgelegt werden.

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