und dies soll gebaut werden
Ist das nicht eine Nummer zu groß für Äpfingen ? Diesen Plan hätten wir, als unmittelbar Betroffene, gerne viel früher, also vor der Abstimmung im Ortschafts- und Gemeinderat gesehen. Was wird uns noch verschwiegen?

Anmerkungen zum Plan
- dies muss nicht die endgültige Version sein!
- Der linke dunkelere Teil ist als Go-Kartbahn ausgewiesen. Der rechte hellere Teil dient nach neueren Angaben dem Fahrsicherheitstraining.
- Größenvergleich: Karthalle mehr als doppelt so groß wie die Turnhalle
- Bestehende Halle (dort war am 21.06.2003 die Veranstaltung der KSK)
| Daten zur Anlage |
- Länge:
- Breite:
- Breite der Fahrbahn:
- Fahrbahnlänge Go-Kart:
- Gesamtfahrbahnlänge:
- Fahrerlager:
- Renntower:
- Entfernung zu Barabein
- Entfernung zu Äpfingen
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- ca. 1,1 km
- ca. 300 m
- ca. 10 m
- ca. 1500 m
- ca. 2700 m
- ca. 50 Boxen
- ca. 12 m hoch
- ca. 600 m
- ca. 900 m
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Um die Zuschauertribünen zu errichten wird das Gelände in Richtung Äpfingen abgegraben und somit abgeflacht. Damit besseres Durchkommen für Lärm Richtung Äpfingen.
Bezüglich Erdwall Richtung Schemmerhofen gibt es widersprüchliche Aussagen: einmal wird er entfernt, einmal bleibt er.
Die Fahrsicherheitsanlage soll während der Rennen als Parkplatz dienen, dies widerspricht der Aussage des Betreibers, der den parallelen Betrieb von Fahrsicherheitsanlage und Go-Kart's propagiert.
Der Kiesabbau bis zur 4-spurigen B30 geht parallel weiter.
Zusammenfassung der Gegenargumente, Bedenken und Denkanstöße
Entfernung zu Äpfingen und den umliegenden Ortschaften. Durch die geringe Entfernung zu den umliegenden Ortschaften ist mit einer enormen Lärmbelästigung zu rechnen.
Betriebszeiten 360 Tage pro Jahr. Da die 10-12 Rennen in den Sommermonaten stattfinden ist zu erwarten, dass nahezu jedes Wochenende ein Event stattfindet, mal Go-Kartrennen, mal Motorradrennen, mal Offroad über einen bis zu 15 m hohen künstlichen Berg. Zu erwarten ist auch, dass sich die Anzahl der Veranstaltungen erhöht. Ein für viele sehr schmerzliches Ereignis war, wie sich bei unserer ersten Informationsveranstaltung zeigte, das KSK-Musikfestival am 21.06.2003, das bis in die frühen Morgenstunden in weitem Umkreis zu hören war. Verschiedene Besucher berichteten von Lärmstörungen in Barabein, Herrlishöfen, Schemmerhofen, Galmutshöfen und Oberhöfen.
Wie unser Hr. Bürgermeister Braun richtig behauptet, war diese Veranstaltung kein Maßstab für die Lärmquelle Motorsport. Die Lärmquelle Motorsport wird viel öfter und lauter zu hören sein.
Lärmbelästigung
Wir haben bereits eine sehr hohe Belastung durch die bestehende Autobahn und den bestehenden Kiesabbau. Jede weitere Lärmquelle erhöht den bisherigen Lärm zusätzlich.Der Lärm der Go-Kart-Bahn, sowie der Motorradbahn wird in den umliegenden Ortschaften zu hören sein. Noch viel besser wird der Lärm der Lautsprecheranlage mit den Durchsagen wer welchen Platz belegt und wer gerade wen überholt zu hören sein, da die Lautsprecheranlage den Lärm der Go-Karts übertönen muss.
Für die geplante Naturtribüne werden die Abgrenzungen der ursprünglichen Kiesgrube entsprechend abgeschrägt, was nicht gerade zur Reduzierung des Lärmpegels beiträgt.
(Nach unseren Berechnungen erzeugen 40 Go-Karts einen Lärm von ca. 111 dB, rechnerisch bleibt von diesem Lärm in einer Entfernung von 1000 m, auf einer ebenen Fläche ohne Hindernisse immer noch ca. 84 dB übrig. 84 dB entsprechen einem LKW auf der Autobahn im Abstand von ca. 10 m!).
Denken Sie an Gartenfeste in anderen Gemeinden, Sie hören dann immer die Lautsprecher der Unterhaltungskapelle. Die Lautsprecher der Gartenfeste müssen aber keine Motorengeräusche von 111 dB übertönen, wie dies bei der Go-Kartbahn notwendig ist. Überwiegende Zeit im Jahr herrscht Westwind, dadurch zusätzliche Belastung. Der Kiesabbau geht gleichzeitig in Richtung 4-spuriger B30 weiter, d. h. der Lärm kann immer ungehinderter Äpfingen und die umliegenden Ortschaften erreichen. Bei den geplanten 24-Stunden-Rennen trifft uns dieser Lärm rund um die Uhr.
Lärmschutz
Während in anderen Gemeinden etwas für Lärmschutz getan wird, holt sich Äpfingen eine Lärm- und Abgasquelle erster Güte sozusagen „vor die Haustüre“. (Baltringen hat schon jahrelang einen Schallschutz an der Autobahn.)
Verkehrsaufkommen
Anfahrt + Abfahrt, dadurch höhere Verkehrsdichte ? höhere Lärm- und Abgasbelastung durch Autobahn, des weiteren ist mit Verkehrsbehinderungen während der An- und Abfahrtzeiten innerhalb der Ortschaften und Feldwegen zu rechnen. Diese Belastungen werden auch in den umliegenden Ortschaften zu spüren sein.
Bei dem von H. Reiff angestrebten Supermoto waren z.B. am 14. / 15. Juni in Stuttgart 12.000 Besucher.
Arbeitsplätze
Ist es gerechtfertigt, dass ein Hinweis auf 30 Vollzeit- und 30 Teilzeitarbeitsplätze als wichtigster Grund für den Bau dieser Anlage gilt? Wobei die Arbeitsplätze nicht zwingend der örtlichen Bevölkerung zugute kommen werden.
Steueraufkommen
Das Steueraufkommen für die Gemeinde durch die Anlage dürfte nach verschiedenen Aussagen wohl eher geringfügig ausfallen, bzw. überhaupt nicht vorhanden sein.
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Abgasbelastung
Zusätzliche Abgasbelastung durch Verkehrsicherheitstraining, LKW-Teststrecke, LKW-Vorführungen, Go-Kart und Motorradrennen, sowie durch die Anfahrt der Besucher.
Projektgröße (Großanlage in Europa)
Die Fläche für dieses Projekt entspricht ungefähr 80 Fußballplätzen oder anders ausgedrückt könnten auf dieser Fläche 400 Häuser mit einer Grundstücksfläche von 800 m² untergebracht werden. (Äpfingen hat im Vgl. nur ca. 350 Häuser)
Bodenversiegelung
Die Bodenversiegelung ist laut Bebauungsplan bis zu 80% möglich. Zusätzliche Versiegelung erhöht Hochwassergefahr. Ist eine der umliegenden Gemeinden in der Lage eine solche Abwassermenge aufzunehmen?
Rekultivierung
Ursprünglich sollte nach dem Kiesabbau das Gelände wieder seiner umliegenden Landschaft angepasst werden (Rekultivierung). Die nun beabsichtigte Nutzung des Geländes entspricht den ursprünglich, bei der Genehmigung des Abbaus gemachten Aussagen nicht. Durch eine Baugenehmigung würde die Auflage zur Rekultivierung aufgehoben. Versteht man unter Rekultivierung jetzt Lärm und Abgase, oder wohl doch eher grüne Landschaft, Bäume etc.?
Grundwasserproblem
Die Anlage soll 1 m über dem Grundwasserspiegel gebaut werden. Läuft also bei einem Zusammenstoß oder einem technischen Defekt, Öl aus, so ist die Gefahr ziemlich groß, dass dies ins Grundwasser gelangt. Dies wird die Gesamtgemeinde Maselheim, als auch die Schemmerhofener Bürger betreffen. Es muss nicht betont werden, wie wertvoll reines Grundwasser in großen Mengen ist und dass wir es in diesem Bereich selber haben.
Parkplatzproblem
Offiziell wird von maximal 5.000 Zuschauern gesprochen, eher von wesentlich weniger. Nach eigenen Aussagen möchte H. Reiff die Supermoto-Meisterschaft von Stuttgart nach Äpfingen holen. Letztes Jahr waren beim ersten Supermoto in Stuttgart 10.000 Besucher, dieses Jahr waren es 12.000 Besucher.
Um auch nur 4.000 Autos abzustellen wird eine Fläche von ca. 120.000m² benötigt (ca. 29 Fußballplätze oder 150 Häuser), da im Plan kein Parkplatz vorgesehen ist und die Betreiber selbst sagen, dass ein gleichzeitiger Betrieb beider Anlagenteile stattfindet muss davon ausgegangen werden, dass die Fahrzeuge wild geparkt werden.
Wohnmobile, Wohnwagen, Camper
Die Veranstaltungen locken Wohnmobile, Wohnwagen und Camper schon am Tag vor der Veranstaltung an. Eine Folge wird wildes Campen sein und dadurch im ganzen Ried verteilt der Müll der Camper.Schon am Vorabend steigt eine Party mit viel und lauter Musik.
Abwasser
Die Frage ob eine der umliegenden Gemeinden die anfallende Abwassermenge aufnehmen kann, lässt sich nicht durch mobile Toiletten, wie von H. Reiff dargestellt, lösen, sondern wird eine Erweiterung der jeweiligen Kläranlage notwendig machen. Dies wiederum bedeutet, dass die Abwassergebühren der Bürger ansteigen werden.
Einseitige Information
Ortschafts- und Gemeinderäte wurden einseitig nur von den Interessenvertretern der Anlage informiert.H. Reiff referierte mehrere Stunden zu mehreren Terminen über die Vorteile dieser Anlage. Der Lärmtest mit den wenigen Motorrädern war zu einfach und nicht realistisch. Der positive Eindruck durch diese Vorführung stellte vielleicht eine nicht unerhebliche Entscheidungshilfe für den Ortschafts- und Gemeinderat dar.
Kiesabbau
Kiesabbau geht gleichzeitig weiter, d. h. der Lärm kann immer ungehinderter Äpfingen erreichen.
Informationspolitik (Transparenz)
- Warum diese zurückhaltende Informationspolitik von Seiten des Bürgermeisters?
- Beispiel:
Warum erfolgt Abstimmung der Ortschafts- und Gemeinderäte vor Information der Bevölkerung?
- Bei der Größe dieses Projekts sollte die Bevölkerung rechtzeitig informiert werden.
Belastungen die auf uns zu kommen, bzw. bereits vorhanden sind
- Geplanter Motopark mit 32 ha
- ?? ha für Müllverladestation des Kreises BC neben der Tierkörperbeseitigungsanstalt
- genehmigter Kiesabbau der Firma Gräser
- bereits bestehender Kiesabbau der Firma Röhm und Dünkel
- drohender Kiesabbau im Herrschaftsholz
Äpfinger Ried
Das Naherholungsgebiet Äpfinger Ried im Verbund mit dem Baltringer und Warthauser Ried wird es nach dem Bau dieser Anlage nicht mehr geben (Lärm, Abgase). Auch ist eine bauliche Erweiterung der bis jetzt vorgesehenen Fläche sehr wahrscheinlich.
Klimabündnis
Mit dem Beitritt zum Klimabündnis hat sich die Gemeinde freiwillig verpflichtet, zur Vermeidung und Reduzierung von Verkehr und damit Abgasemissionen beizutragen, um lokal einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sollte der Gemeinderat dieser Anlage zustimmen muss der Austritt aus dem Klimabündnis erfolgen und genauso groß verkündet werden, wie der Eintritt.
Standortauswahl
Die gleiche Anlage sollte bereits zwischen Laupheim und Risstissen gebaut werden. Der Stadtrat von Laupheim lehnte dies in einer Sitzung mit „überwältigender“Mehrheit ab. Begründung, wir brauchen keinen zusätzlichen Lärm, Verkehr und Dreck.
- Auch in Risstissen bildete sich sehr starker Widerstand gegen dieses Projekt.
- In Münsingen werden zur Zeit Investoren für Freizeitanlagen für das
- Bundeswehrgelände gesucht (Bericht Radio 7, Regionalnachrichten am
- 08.07.2003 8:30 Uhr).
Solidarität
An dieser Stellen möchten wir die Einwohner der Teilgemeinden, die nicht direkt mit der geplanten Anlage in Kontakt kommen, bitten, sich zu überlegen, ob sie im Abstand von 900 m zu ihrem Ort eine solche Anlage haben wollen. Wir möchten die Einwohner der Teilgemeinden bitten, hier ein Stück Solidarität für ihr nahes Umfeld in Äpfingen zu zeigen und uns zu unterstützen.
Welche Argumente sprechen eigentlich für den Bau dieser Anlage?