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Bürgerinitiative gegen die Rennstrecke und
das Fahrsicherheitstrainingszentrum in Äpfingen
Gem. Maselheim
BI Riedhalde Äpfingen

BAUPROJEKT / Ehinger mischen in Äpfingen mit
Was wird mit Wolfsgurgel?
Motorsportclub soll Rennveranstaltungen ausrichten
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Eine Vorentscheidung gefallen: Der Bau eines groBen Motoparks mit Fahrsicherheitsanlage und Renmtrecke nur rund 20 Kilometer von Ehingen entfernt rückt näher. Der ACE mischt dabei mit: Die Ehinger Motorsportler sollen exklusiv alle Rennveranstaltungen ausrichten.

Äpfingen: Rund 400 Zuhörer, darunter über ein Dutzend mit großen Protest-Schildern, interessierten sich am Montagabend für die Gemeindrats-Debatte über den geplanten Motopark Schwaben in Maselheim-Äpfingen (Kreis Biberach). Wie vom ET berichtet, planen Investoren dort in einer nur rund 20 Kilometer von Ehingen entfernten Kiesgrube ein Großprojekt. Auf rund 32 Hektar Fläche sollen ein Fahrsicherheitszentrum samt Rennstrecke, ein Hotel und ein Veranstaltungszentrum gebaut werden. Eine Bürgerinitiative macht dagegen sei Monaten Front.

Bürgermeister Elmar Braun, Mitglied bei den Grünen, hat sich für das Projekt ausgesprochen. Für Spannung war also in der vollen Äpfinger Mehrzeckhalle gesorgt, vor allem, weil es im Vorfeld schon zu harschen Auseinandersetzungen zwischen Motopark-Befürwortern und Gegner gekommen war. Es gebe „Beschimpfungen und Diffamierungen jeglicher Art“ klagte etwa der Sprecher der Motopark-Investoren, Armin Reiff.

Reiff stellt auch das Konzept der Anlage vor. Die Motorsportler des Autoclubs Ehingen spielen dabei eine tragende Rolle: Sie sollen, so Reiff, als Ortsclub des ADAC sämtliche Rennen auf der Motopark-Anlage ausrichten. Vorsitzender Günter Schulheiß saß auch direkt neben Projekt-Planer Reiff.

Der Autoclub Ehingen betreibt allerdings schon seit Jahren gemeinsam mit der Verkehrswacht den Verkehrsübungsplatz an der „Wolfsgurgel“. „In einem neuen Motopark hätten wir natürlich viel mehr Möglichkeiten“, schwärmt Schultheiß. Was dann mit der Anlage an der „Wolfsgurgel“ geschehe, wollte der Vorsitzende noch nicht näher beschreiben. Es habe aber bereits ein kurzes Gespräch mit der Verkehrswacht gegen. „Wir warten jetzt erst mal ab, ob der Motopark in Äpfingen gebaut wird“, sagte Schultheiß. Vorstellbar sein, dass dann sogar ein eigener ADAC-Ortsclub mit Sitz am Motopark gegründet werde.

Doch die Ehinger Anlage an war auch während der Debatte immer wieder Thema. Der Ortvorsteher von Äpfingen, Robert Manz, hatte etwa mit Ehinger „Wolfgurgel“-anliegern gesprochen. „Die sagten mir, es gebe während des Betriebs der Anlage ein sehr störendes Geräusch in hoher Frequenz, aber kaum messbarsei“, berichtete Manz. Für den Äpfinger Ortsvorsteher, einst ein Befürworter der Anlage, war dies mit ein Grund, gegen den Motopark-Planentwurf zu stimmen. Eine Bürgerinitiative forderte die Ortschafts- und Gemeinderäte gar auf, nach Ehingen zu fahren und sich die Geräusche des Wolfsgurgel-Platzes im Betrieb anzuhören. „Das sollten Sie aber tun, bevor Sie hier entscheiden“, so die Forderung.

Nach langer Erörterung des Für und Wider, bei der die Bürger erst gegen halb zwölf Uhr zu Wort kamen, entschieden die Gemeinderäte in Äpfingen eindeutig: mit 15 : 6 Nein-Stimmen wurde der Bebauungsplanentwurf für das Motopark-Gelände gebilligt.

Zuvor war unter anderem ein Gutachten des TÜV vorgestellt worden, das die Lärmbelästigung durch den Motoarpk unter den zulässigen Werten sah. Mitglieder der Bürgerintiative melden Zweifel an. Ein ebenfalls vorgestelltes Umweltgutachten wurde ebenfalls kritisiert – es sei von den Motopark-Investoren bezahlt worden.

Mit der jetzt getroffenen Entscheidung ist unter die Diskusssion vermutlich kein Schlusspunkt gesetzt: Am 20. Oktober wird es eine Bürgerversammlung geben, und die Bürgerinitiative hat eine Unterschritftenaktion gestartet sowie einen Anwalt beauftrag

Mit freundlicher Genehmigung Herr Raidth - Freier Mitarbeiter Ehinger Tagblatt

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