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Bürgerinitiative gegen die Rennstrecke und
das Fahrsicherheitstrainingszentrum in Äpfingen
Gem. Maselheim
BI Riedhalde Äpfingen

Motopark Schwaben

Es bleibt bei verhärteten Fronten
zurück

ÄPFINGEN - Weit über 400 Besucher verfolgten am Montag die fünfeinhalbstündige Sitzung des Maselheimer Gemeinderates und des Äpfinger Ortschaftsrates in der dortigen Mehrzweckhalle. Am Ende billigten 15 Gemeinderäte den geänderten Bebauungsplanentwurf, sechs stimmten dagegen. Weiterer Schritt, so beschloss das Gremium, ist nun die auf 20. Oktober terminierte Bürgerversammlung.

Zum allerersten Mal, so Bürgermeister Elmar Braun, werde er nun selbst konfroniert mit Demo-Plakaten, betonte er zu Beginn der gemeinsamen Gemeinderatssitzung des Maselheimer Gremiums mit dem Äpfinger Ortschaftsrat. Er betonte, dieser Abend sei lediglich eine Wiederholung der Sitzung vom 5. Mai, bei der der Bebaungsplan-Entwurf für den "Motopark Schwaben" auf Gemarkung Äpfingen vom Maselheimer Gemeinderat gebilligt wurde. Allerdings nun mit eingearbeiteten Nachbesserungswünschen.


Nicht nur auf den Privatgrundstücken in Äpfingen, Barabein und Herrlishöfen wird mittels Plakattafeln gegen das Projekt "Motopark Schwaben" demonstriert, am Montag kam gut ein Dutzend der über 400 Besucher der Gemeinderatssitzung mit groß dimensionierten Plakaten in die Äpfinger Mehrzeweckhalle. SZ-Foto: Michael Hänssle

Ehe die Gutachter Dr. Klaus Meyer vom TÜV Süddeutschland, der von der Gemeinde Maselheim beauftragte Riedlinger Prüfer, Ingenieur Spinner, sowie Dr. Hübner vom Blaubeurer Naturmanagement-Büro zu Wort ka-men, gab Projektentwickler Armin Reiff bekannt, dass das Projekt von den Gegnern des Vorhabens oft falsch und unvollständig dargestellt werde. Mehr noch: Seines Erachtens erfülle etwa das FreitagsFlugblatt der Bürgerinitiative (BI) "Riedhalde Äpfingen" - mit einem Vergleich zum Motopark im sächsisch-anhaltinischen Oschersleben -gar den Tatbestand der Geschäftsschädigung. Der von der BI beauftragte Rechtsanwalt Martin Glöggler zum Verleumdungs-Vorhalt auf Anfrage: Eher eine Drohgebärde.

Lange dauerte es, bis dann die Bürgeranhörung in aufgeheizter Stimmung beginnen konnte. Denn das Gross der Gemeinde- und Ortschaftsräte begründete zuvor seine Entscheidung ausführlich. Dabei gab beispielsweise der Äpfinger Ortsvorsitzende Robert Manz dezidiert die Gründe bekannt, die ihn vom Befürworter zum Projekt-Gegner gemacht hatten.

Während die Befürworterin, die gebürtige Äpfingerin Theresia Welser (Sulmingen) mit ihren Forderungen (etwa dem Wunsch nach kontinuierlichen Messungen und keine Flutlichtanlage), die ihr Ja für das Projekt "Motopark Schwaben" flankierten, vom Gemeinderatskollegium eine deutli- che Mehrheit (17:4) bekam, verneinte das Gremium der Kompromissformel von Kollege Eugen Schlachter hinsichtlich des Veranstaltungsbetriebs (maxi- mal zehn Wochenenden im Jahr) am Ende mit 3: 18 das Plazet. Nach vielen kritischen Fragen und dem Hinweis auf Unstimmigkeiten in den Gutach- ten blieben am Ende eine Menge Fra-gen offen -viele Hausaufgaben bis zur überfälligen Bürgerversammlung am Montag, 20. Oktober.

Mit freundlicher Genehmigung Michael Hänssle - Schwäbische Zeitung Biberach

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