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Bürgerinitiative gegen die Rennstrecke und
das Fahrsicherheitstrainingszentrum in Äpfingen
Gem. Maselheim
BI Riedhalde Äpfingen

Pressemitteilung Elmar Braun 11.10.03 SZ Biberach im Kirchenteil

BM Braun: Projekt wird weiter kritisch geprüft >>> Infoblatt BI | zurück

MASELHEIM (sz) -Am besten lasse sich der geplante Motopark bei Äpfingen anhand tatsächlich vergleichbarer Anlagen beurteilen, meinte eine kleine Abordnung der Gemeinde Maselheim und besuchte das Fahrsicherheitszentrum des ADAC in Augsburg und die Kartbahn in Ampfing.

Im Bericht von Bürgermeister Elmar Braun heißt es dazu unter anderem: .Um Gegenargumente gegen die Anlage bei Apfingen zu finden, habe die Bürgerinitiative "Riedhalde" bereits in Oschersleben eine Formel-1- Strecke mit 120 Hektar Fläche besichtigt, während in Äpfingen ein Fahrsicherheitszentrum und eine Kartrennstrecke auf 32 Hektar Fläche geplant seien. Ein klareres Bild habe sich nun für die Abordnung der Gemeinde Maselheim ergeben. Ein Kartrennen, so Braun, hätten interessierte Gemeinde- und Ortschaftsräte schon vor einigen Monaten in Bopfingen gesehen. Diese Eindrücke habe nun die 1060 Meter lange Kartrennbahn in Ampfing, östlich von München, ergänzt. Es hätten gerade die Aufbauarbeiten und Testfahrten für einen Lauf der Deutschen Meisterschaft stattgefunden. Lärmbeschwerden oder Probleme mit weggeworfenem Müll gebe es seit Betriebsbeginn 1997 nicht, zitiert Braun Ottmar Wimmer, den Bürgermeister von Ampfing. Die Gemeinde liege knapp einen Kilometer Luftlinie von der ehemaligen Kiesgrube entfernt. Die Genehmigung sei seinerzeit im 600G-Einwohner-Ort unproblematisch verlaufen, erfuhr die Maselheimer Gruppe.

Zwischen der Ortschaft und der Rennbahn, berichtet Bürgermeister Brqun, befinde sich die B 12. Allerdings gebe es noch einige Aussiedlerhöfe in gut 300 Meter Abstand von der am Waldrand gelegenen Kartanlage. Bei letzteren sei das Geräusch von Rennkarts durchaus noch zu hören gewesen. Davon hätten sich die Maselhei- mer wegen des Ostwinds überzeugen können. Bei Westwind -darin hätten die Anwohner überein gestimmt -sei auch bei Rennen nichts zu hören.

"Für sie selbst ist die Anlage kein Problem. Sie sind bei den etwa acht bis zehn Rennen regelmäßig eingeladen und schauen sich die Sache dann gern aus der Nähe an. Die Ausnahme ist ein älteres Ehepaar~ das dort ein Haus besitzt, es aber nicht bewohnt. Die beiden sind nicht glücklich, dass die ursprüngliche Idylle am Wald rand gestört worden ist", heißt es weiter im Bericht des Bürgermeisters.

Für den Maselheimer Gemeinderat sei bei dem Projekt der Motopark Schwaben GbR besonders die Fahrsi cherheitsanlage attraktiv. Das Pendant habe die Abordnung in Augsburg erlebt. Die Auslastung des sieben Hektar großen Geländes, so die leitende Trainerin, liege derzeit bei 90 Prozent. Firmen ließen ihre Fahrer dort schulen. Junge Leute ab 17 jahren könnten vor Erwerb des Führerscheins zu festgesetzten Zeiten mit Begleitung ihre ersten Fahrerfahrungen machen.

Als verantwortungsvolle Gemeinde- und Ortschaftsräte würden die Maselheimer und Äpfinger Gremien das Projekt weiterhin kritisch auf Herz und Nieren prüfen, versichert Bürgermeister Elmar Braun.

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