Schwäbische Zeitung Tettnang 30.11.04
Ausschau bis "08 macht Sorge
FRIEDRICHSHAFEN (hem) Die Bürgervereinigung Schutz vor Lärm hat sich im Restaurant Schlossgarten zur Hauptversammlung getroffen. Neben Fest- und Messe-Lärm hat der Verein nach wie vor ein großes Augenmerk auf den Krach, den die Flugzeuge rund um den Häfler Flughafen machen.
Seit 32 Jahren kümmert sich die Bürgervereinigung um die Belange des Lärmschutzes in und um Friedrichshafen. Derzeit gehören 156 Beitrag zahlende Mitglieder dazu. Vorsitzender Helge Körber erklärt die Stagnation in der Mitgliederentwicklung damit, dass "die Leute offenbar nur reagieren, wenn etwas vor der Haustür passiert". Er verwahrte sich gegen das Vorurteil, die Lärmschützer träten immer erst in Aktion, "wenn die Katze den Baum hinauf ist": Laut Körber werde man oft im Vorfeld aktiv. Nur leider finde man bei den zuständigen Stellen nicht immer ein offenes Ohr.
Hauptsächlich ging's bei der Versammlung um Fluglärm. Besondere Sorge bereite die anvisierte Fluggastzahlerhöhung der Flughafen GmbH bis 2008 um mehr als 100 000 Passagiere und der dadurch entstehende Lärmpegel durch mehr Flüge im Linien- und Touristenflugverkehr. Gerne würden sie die Flughafen GmbH dazu bewegen, einen Teil der Kapitalerhöhung, die für diesen Ausbau der Kapazitäten drauf geht, in den Lärmschutz zu investieren. Auch die Aero-Messe mit ihren Flugshows war 2004 ein Ärgernis für die Lärmschützer. Im Bereich des Straßenlärms konnte Helge Körber die baldige Vorlage der Messergebnisse an der Bundesstraße 31 neu bei Eriskirch in Aussicht stellen.
Festlärm geht oft bis an Grenze
FRIEDRICHSHAFEN (hem) Die Bürgervereinigung Schutz vor Lärm hat sich im Restaurant Schlossgarten zur Hauptversammlung getroffen. Neben Fest- und Messe-Lärm hat der Verein nach wie vor ein großes Augenmerk auf den Krach, den die Flugzeuge rund um den Häfler Flughafen machen.
Seit 32 Jahren kümmert sich die Bürgervereinigung um die Belange des Lärmschutzes in und um Friedrichshafen. Derzeit gehören 156 Beitrag zahlende Mitglieder dazu. Vorsitzender Helge Körber erklärt die Stagnation in der Mitgliederentwicklung damit, dass "die Leute offenbar nur reagieren, wenn etwas vor der Haustür passiert". Er verwahrte sich gegen das Vorurteil, die Lärmschützer träten immer erst in Aktion, "wenn die Katze den Baum hinauf ist": Laut Körber werde man oft im Vorfeld aktiv. Nur leider finde man bei den zuständigen Stellen nicht immer ein offenes Ohr.
Hauptsächlich ging's bei der Versammlung um Fluglärm. Besondere Sorge bereite die anvisierte Fluggastzahlerhöhung der Flughafen GmbH bis 2008 um mehr als 100 000 Passagiere und der dadurch entstehende Lärmpegel durch mehr Flüge im Linien- und Touristenflugverkehr. Gerne würden sie die Flughafen GmbH dazu bewegen, einen Teil der Kapitalerhöhung, die für diesen Ausbau der Kapazitäten drauf geht, in den Lärmschutz zu investieren. Auch die Aero-Messe mit ihren Flugshows war 2004 ein Ärgernis für die Lärmschützer. Im Bereich des Straßenlärms konnte Helge Körber die baldige Vorlage der Messergebnisse an der Bundesstraße 31 neu bei Eriskirch in Aussicht stellen.
Festlärm geht oft bis an Grenze
Auch der Festlärm, der so Körber "den Grenzwert immer voll ausreizt", kam zur Sprache. Die Aktivitäten der Bürgervereinigung zur Vermeidung von unnötigem Lärm beim Bau des Bahnhofs in Manzell wurden als Erfolg gewertet. Weiteres Thema war die Auswirkung des Fluglärms auf das neue LEG-Baugebiet auf dem alten Messegelände. Dieses Gebiet werde "vom Fluglärm dominiert", wie Körber erklärte. Auch hier misst die Bürgervereinigung die Lärmbelastung.
Weitere Themen waren die Verantwortung der Messe im Bereich des Lärmschutzes bei Veranstaltungen auf ihrem Gelände, die Biker- und Kartbahn sowie die "Freigabe der Lärmsituation um das Haus herum" durch die Abschaffung der Mittagsruhe in der Lärmverordnung. Ende 2004 werden sich die Lärmschützer an der bundesweiten Aktion der "Bundesvereinigung gegen Fluglärm" beteiligen. Ziel ist, einer Verwässerung der Reform des Fluglärmgesetzes entgegenzuwirken. Mit der Aktion "Rote Karte" will man durch Postkarten an die entsprechenden Stellen die Entscheidungsträger zu einem Sinneswandel bewegen.
(Stand: 30.11.2004 00:18)