Home
INFO-Blätter
Termine
Anlage
Rekultivierung
Satzung
Presse alle
Kontakt
Unterschrift
Beitrittsformular
Links
Besucher:
Anwesend:
Heute:
Gestern:
Seitenabrufe gestern:
Besucher Monat:
Seitenabrufe Monat:

Mitglied
werden ist
ganz einfach
!

Anmeldung
per Email oder
per Telefon
07356 - 3995

Bürgerinitiative Riedhalde Äpfingen
"Kein Motopark bei Äpfingen"

Wochenblatt Biberach 23.10.03 - Uli Landthaler

Die Rettung der Kiesgruben-Libelle zurück | Demonstration

Weiterhin harte Fronten gibt es in Maselheim beim geplanten Motopark in der Äpfinger Kiesgrube, wie die Bürgerversammlung am Montag Abend zeigte.

Auf Kompromisse will sich die Bürgerinitiative gegen das geplante Fahrsicherheits- und Motorsportzentrum in der Äpfinger Kiesgrube nicht einlassen. Sie will die Anlage komplett verhindern. Daher gab es auch kaum eine Annäherung, als am Montag in der Äpfinger Mehrzweckhalle Bürger, Räte und Experten über die Anlage diskutierten -vor allem über die Folgen für Umwelt und Naturschutz. Die Betreiber schafften es immerhin, jenen Teil der Strecke aus der Schusslinie zunehmen, der sich mit Fahrsicherheitstraining für Auto- und LKW-Lenker befasst. Letzteres ist ab 2006 europaweit Vorschrift. (>>>siehe Startseite) Hier sehen die Betreiber einen Markt, den sie mit der Anlage bedienen wollen. Dagegen gab es auch keine ernsthaften Einwände.

Foto WB Uli LandthalerUm das Projekt gewinnbringend zu betreiben, soll aber auch eine Rennstrecke für Karts und Superbike-Motorräder hinzu. Damit will Projektplaner Armin Reiff "Synergie-Effekte" in Gang setzen: Wer seine Fahrkünste trainiert, will auch mal aufs Renn-Kart steigen, und die Motorsport-Events mit bis zu 4000 Zuschauern sollen Werbung sein für die Fahrsicherheits-Anlage. Der Motopark soll brummen, damit die' Investoren ihre Rendite haben. Die Gegner, zum guten Teil Hausbesitzer im nah gelegenen Äpfingen, lehnen das Projekt komplett ab und klatschten Umweltschützer Ralf Stolz vom BUND stürmisch Beifall, als er gegen Landschaftsverbrauch und Verdrängung der Kröten und Libellen in der Kiesgrube wetterte. Sie klatschten aber auch, als nach einem normalen Gewerbegebiet für Äpfingen statt dem Motopark verlangt wurde - von Landschaftsschutz war da keine Rede mehr.

Die Gegner stellten auch die bei- den Untersuchungen in Frage, welche die Gemeinde über die Lärmentwicklung und über die ökologischen Folgen für die Kiesgrube in Auftrag gegeben hatte: Der TÜV habe falsch gerechnet, der Lärm werde einige Dezibel lauter als angegeben. Und BUND- Mann Stolz attackierte den Öko-Bericht eines Blaubeurer Institutes als "Gefälligkeitsgutachten" mit handwerklichen Fehlern, etwa beim Thema Grundwasserschutz und beim Umfang der Flächenversiegelung. Er warf dem Verfasser Ulrich Tränkle ziemlich unverhohlen vor, käuflich zu sein: Das Gutachten hat die Firma von Projektplaner Reiff gezahlt.

Das ist aber ein Sturm im Wasserglas, denn als nächstes folgt eine qualifizierte Umweltverträglichkeitsprüfung. Erst auf deren Grundlage entscheidet der Maselheimer Gemeinderat,wie es weiter geht.

zurück | Flugblatt Ortschaftsrat Äpfingen 16.10.03 | Denkanstöße der BI

Impressum © Bi Riedhalde Äpfingen 2004/5