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Kartfahren: Lust für Fahrer Frust für Anwohner?!
Kartbahnen sind voll im Trend und sorgen allenthalben für Lust und Frust, denn die Geräuschentwicklung dieser kleinen Rennfahrzeuge ist enorm. Die Schallleistungspegel für Rennkarts mit einem Hubraum von 100 bis 125 ccm betragen 115 bis 120 dB(A), Immissionsschutzexperten von KÖTTER Consulting Engineers untersuchten die Schallleistungspegel zahlreicher marktüblicher Karts unterschiedlicher Fabrikate und Antriebsleistungen nach den anerkannten DMSB (Deutscher Motorsport-Bund)- Kart-Geräuschvorschriften (oberster Drehzahlbereich; volle Beschleunigung; Meßhöhe 1,2 m; horizontaler Meßabstand 7,5 m).
Dabei stellte sich heraus, dass Privatkarts häufig erheblich lauter als Leihkarts sind, im Mittel zeigten sich Pegelunterschiede von mehr als 10 dB. Das heißt, ein einziges Privatkart verursachte mehr Lärm als 10 Leihkarts zusammen. Im Gegensatz zur gängigen Annahme waren Zweitakt-Karts nicht mehr zwangsläufig lauter als Viertakt-Karts. Im Mittel betrug der Pegelunterschied zwischen beiden Kategorien weniger als 1 dB. Hohe Motorleistung ging nicht immer mit hoher Lärmentwicklung einher.
Bei gleicher Motorleistung zeigten sich Unterschiede in den Schallleistungspegeln von im Mittel 7 dB. Das beeutet: Anstelle eines einzigen unnötig lauten Karts können 5 gleichstarke motorisierte leise Karts fahren, ohne dass sich damit die Lärmimmission erhöht.
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Schwäbische Zeitung 29.06.04

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